Die Eingangstür ist leider nicht mehr original. Die Türöffnung wurde verkleinert und die neue kleinere Tür nach innen versetzt. Das hat zwar den Vorteil, dass man beim Aufschließen im Trockenen steht, aber ich möchte, dass die Schule wieder so aussieht wie vor 190 Jahren. Deshalb suchte ich lange nach einer passenden Tür aus dieser Zeit.

Ich fand eine im Bergelager Trebsen. Sie hatte zwar etwa die Größe der Originaltür, aber ihr Zustand war erbärmlich. Doch gerade das war mir eine willkommene Herausforderung. Daher hatten wir im Winter eine Tür in der Wohnung aufgebockt, an der ich mehrere Wochen zu tun hatte. 

 

Nach Abschleifen der verwitterten Anstriche und  dreimaligem Ölanstrich mit entsprechenden Trocknungszeiten gab ich die Tür in die Bautischlerei am Miltitzplatz. Dort wurden schadhafte Stellen ausgebessert und der fehlende Rahmen gebaut. Nachdem ich auch diesen noch mehrfach mit Leinöl behandelte, konnte ich endlich mit Ölfarbe streichen. Doch die Entscheidung für den richtigen Farbton war schwer. Ich liebe Blautöne, aber die Denkmalschützer hatten Braun oder Grün im Sinn, Und so einigten wir uns auf den Ton …  Inzwischen ist die Tür fertig gestrichen und wartet mit mir auf ihren Einbau.