Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Da bald eine erstes Jubiläum in der Dorfschule gefeiert werden soll, muss der Hausflur endlich seinen Baustellencharakter verlieren und wieder den Eindruck eines Dorfschuleingangs bekommen.

Die Wände sind zum Großteil schon verputzt, doch eine steht noch ganz kahl untenrum und muss dringend verputzt werden. Da wir unter dem Estrich Sandstein entdeckt haben, wurde dieser mühevoll freigelegt und von der  Naturstein-Firma Dräger abgeschliffen. Alles wirkt noch sehr unfertig.

 

Weil im Moment keine Baufirma Zeit hat und ich eh schon immer mal eine Wand verputzen wollte, erbarmt sich Herr Röhr, den Lehrmeister zu spielen. Nun ja – ich begreife schnell, dass es zwar locker aussieht, wenn der Mörtel an die Wand geklatscht wird und dort hängen bleibt, aber offenbar muss man den richtigen Dreh raus haben. Bei mir bleibt zwar ab und zu auch mal was hängen, aber zu selten, um den Profi nicht zu entnerven. Also bleibt für mich das Füllen der Kante , die beim Freilegen des Fußbodens unverputzt stehen geblieben ist. Macht auch Spaß.     Eine kleine Stelle an der Wand muss für Sanitärarbeiten noch freibleiben. Diese verputze ich dann ganz allein. Ich bin stolz wie Bolle, obwohl man die Anschlussstelle sieht.

 

Nun folgen die Malerarbeiten, bei denen sich das Malerteam Lina und Felix wieder einmal bestens bewährt. Vorher werden die Dübel für die Bilder angebracht. Dann braucht es nur ein Wochenende und der Hausflur hat einigermaßen glatte, getrichene Wände.

Ein Wochenende später hängen alte Schautafeln, Schulfotos und von Schulkindern vergessene Brottaschen und Ranzen an den aufwendig gebauten Kleiderhaken-Leisten. So als hätte sich erst gestern die Schultür zum letzten Mal geschlossen.