Im Originalzustand der Dorfschule waren die Fensterfaschen wesentlich breiter. Ich glaube in den 60er Jahren war das aus der Mode und man putzte überall schmale auf. Doch die Schule soll wieder in ihr altes Aussehen zurückversetzt und die Faschen somit wieder breiter werden. 

Die Denkmalbehörde empfiehlt: “13-14 cm glatt aufzuputzen”. Seit Monaten grüble ich, wie man das am besten macht, da kommt mir mal wieder der Chef des Heimatvereins zu Hilfe. Er kennt einen genialen Trick, wie man ohne kompliziertes Einlatten eine Fasche aufputzen kann. Aber ich weiß nicht, ob ich den Trick verraten darf, deshalb erzähle ich erstmal von den Vorbereitungen:

Zuerst müssen die Tonziegel entfernt werden. Natürlich hämmere ich mir mehr auf die Finger, als dass diese blöden Ziegel abgehen. Doch für die Kraftakte gibt es ja einen Spezialisten. Mein Mann stemmt also erstmal alle Ziegel in der unteren Etage ab. Nachdem ich mir Rat bei Baufachleuten geholt habe, kann ich mit dem Verputzen der Fensterbänke beginnen. Voller Tatendrang stürze ich mich in dieses Unternehmen, doch ich scheitere schon beim Einschlagen der Putzhaken. Also muss es ohne Putzleiste gehen – und es geht auch. Mit dem Tipp, dass die Haken gar nicht so tief eingeschlagen werden müssen, geht es dann doch mit Leiste viel einfacher. Oh – ich bin stolz.

 

So nun kann ich doch den Trick verraten: Nachdem ich den alten Putz um die Fasche abgebürstet und grundiert habe, halte ich eine extra auf passende Stärke gehobelte Latte an und Herr Röhr putzt so eine Kante an. Wenn diese fest ist, hat man einen wunderbaren Rand und kann die Fasche aufputzen. Genial!