Es ist schwer, den Spagat zwischen “schön-machen” und “alt-lassen” hinzukriegen. Das merke ich schon beim Ausbessern der Löcher in den endlich tapetenfreien Wänden. Wo ist Schluss mit Glätten??? Gips und Farbe brauchen einen staubfreien Untergrund, doch wenn ich den Sauger einsetze, werden die Löcher nur noch größer. Also nehme ich es als Zeichen: Die Wände wollen gar nicht perfekt geglättet werden. Na wunderbar 🙂 !

 

Zuerst streiche ich den Ölsockel in einer Farbe, die dem alten Ölsockel sehr nahe kommt. Das geht erstaunlich gut, ist aber irgendwie langweilig. Da ist das Mischen der Farbe für die Kehle schon spannender. Im Original war da wohl mal ein kühles Grün. Ich mische es mir aus Kreidefarbe und Pigmenten zusammen. Das Grün ist nicht gerade spektakulär, ähnelt aber dem ursprünglichen Ton – also darf es so bleiben. Aber es fehlt noch die Verbindung zum früher gerollten Muster der Wand. Deshalb schneide ich mir eine Stupfschablone und mische noch ein passendes Blau.